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xt350.de Foren-Übersicht -> Motor & Co -> Aussetzer bei ca 3500-5000 Umdrehungen, werde verrückt
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Aussetzer bei ca 3500-5000 Umdrehungen, werde verrückt
BeitragVerfasst am: 26.08.16, 08:24 Antworten mit Zitat
stallonie
Anschieber
 
Anmeldung: 25.08.2016
Beiträge: 8




Hi Leute,

hab mir ne 350er BJ 88 gekauft vor 1 Monat und war anfangs sehr zufrieden. Aber irgendwie wurde das ruckeln im Teillastbereich bei 4000 Umdrehungen immer heftiger.
Wenn ich konstant fahre habe ich keinerlei Aussetzer, aber sobald ich den Gashahn aufdrehe und bei ca. 4000 ankomme, habe ich starke Aussetzer. Drüber geht es dann wieder. Im Stand kann ich jedoch ohne Probleme hochdrehen. anfangs hatte ich das Problem so gut wie gar nicht aber mit den Fahrten wurden es immer heftiger. Irgendwann fuhr ich dann mal max Geschwindigkeit und ab dann waren die Aussetzer permanent bei ca. 4000 da.

Habe auch bereits alle Beiträge durchgelesen jedoch fand ich keine Lösungen.

Folgendes hab ich gemacht:
-Vergaser selbst gereinigt, Düsen waren leicht verharzt. Keine Abhilfe.
-Vergaser war gemäß der Originaleinstellung eingestellt.
-Vergaser reinigen lassen beim Techniker meines Vertrauens, er hat das Yamaha Bad angewendet. Ausserdem ein paar Teile wie zb die Nadel ersetzt.
Membranen waren in Ordnung. Half jedoch auch nicht.
-Neuer Zündkerzenstecker. Half nicht.
-Ansaugstutzen sind neu.
-Zündspule hat keine Risse.
-Tankbelüftung ist es nicht. Bin zum Test schon mit offenen Tank gefahren.
-Seitenständerschalter hab ich nicht.
-Luftfilter ist original und neu. Zum Test auch mal offen gefahren, jedoch gleichbleibend.

Wisst ihr irgendwas? Weiß es nicht nimmer weiter
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BeitragVerfasst am: 26.08.16, 10:36 Antworten mit Zitat
Etti
Stollenbrecher
 
Anmeldung: 10.02.2005
Beiträge: 840
Wohnort: Straubing




Im Teillastbereich wird die Gemischzusammensetzung wesentlich vom Ringspalt der Düsennadel in der Nadeldüse bestimmt - und vom Benzinstand in der Schwimmerkammer. Auf der Sekundärseite!

Ersteres kostet gut 30 Euro bei den Niederländern - http://www.cmsnl.com/
und ist tatsächlich ein Verschleissteil. Das sollte so alle 25-50tkm sowieso gewechselt werden.

Was Du unten schriebst - fehlte aber der Benzinstand in der Schwimmerkammer. Im Vergaserratgeber links die Werte - nochmal durchexerzieren weil das kostet nix!

Zündkerzenstecker: Auch ´ne neue Kerze? So noch nicht geschehen, das gehört auf jeden Fall dazu - und is auch billig.

Generell haben wir ja 2 Versager: Wenn Du "aufreisst" reagiert ja primär der Primärvergaser - der LINKE in Fahrtrichtung. Evtl. dort auch den ganzen Kladderadatsch ersetzen. Haste mal die Nadelstellung geprüft in dem Vergaser? Is die da wo´se hinsoll?

Hauptdüsen sind auch ein Verschleissteil. Du schreibst leider nichts von der Gesamtfahrleistung. Aber wenn die mal an die 50tkm hingeht, dann wär´s ein guter Plan sowieso das ganze Innenleben mal durchzutauschen: Haputdüsen, Nadeldüsen (die Nadeln gehen eigentlich nicht kaputt aber kosten auch nicht die Welt), die Membran muss schön weich und labberig sein.
Wenn die Membran Erektionstendenzen zeigt im Form von leichter Versteifung is das Ding auch fällig (Schieber kann bleiben, Motorradbay verhökert um nen schmalen Taler nur die Membran - funktioniert astrein, wenn man ´ne Anleitung lesen kann).

Was natürlich am allereinfachsten wäre: Ein Leistungsprüfstand! Das Ding da einmal draufstellen und bei der Ruckelei den CO-Anteil im Abgas messen: Ich vermute (!) das wird zu fett (Düsen "leiern" aus und die ganze Abstimmung fettet sich langsam über die Lebensdauer an)

Das kann aber auch zu mager sein, das wäre blöd, denn dann brächte der Austausch des ganzen Versager-Innenlebens evtl. gar keine Besserung ausser Geldverlust. Was keine echte Besserung gemeinhin ist.

Zündung: Nachdem´s obenraus wieder läuft, glaub ich nicht recht an die Zündung als Ursache. Klassisch würde die sich mit Ruckelei um den Drehzahlbereich der besten Füllung (max. Drehmoment - bei uns 6.500 U/min) bemerkbar machen. Dort ist nämlich zum Zündzeitpunkt der höchste Druck im Brennraum und damit auch das höchste Zündspannungserfordernis. Da scheint´s bei Deinem Mopped aber zu klappen. Ausser ´ner eventuellen Zündkerze sollte das damit behoben sein.

Ventile/Steuerzeiten: Das kann auch so komische Auswirkungen haben. Ich ginge mal davon aus, dass zumindest das Ventilspiel mal geprüft wurde?

Leider schreibst Du nicht, ob das Phänomen besser oder schlechter wird, wenn die Kiste heissgefahren wird: Wird´s schlimmer wenn heiss, dann zu fett. Wird´s BESSER wenn heiss, dann zu mager. Ich vermute, es wird immer schlimmer desto heiss - aber achte da mal drauf. Und berichte...

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BeitragVerfasst am: 29.08.16, 20:09 Antworten mit Zitat
stallonie
Anschieber
 
Anmeldung: 25.08.2016
Beiträge: 8




Hi, danke für die Antwort.
Also Gesamtleistung ist 22000 km. Nehme auch an, dass die stimmt, denn der allgemeine Zustand ist gut.

Mir ist aufgefallen, umso öfter ich den Vergaser auf und wieder zu gemacht habe, umso schlechter läuft sie. Mittlerweile kann ich bei 4000 Umdrehungen nicht mehr fahren weil er so extrem ruckelt. Wenn ich aber dann drüber komme dreht er ohne Probleme hoch. Auch wenn ich im Stand Gas gebe, hört man mittlerweile dass er sich bei ca. 4000 verschluckt.

Die Membran hat keine sichtbaren Risse und ist auch schön weich. Die is doch geklebt oder? kann es sein, dass der Kleber sich vom Gasschieber löst?

Bezüglich Leistungsprüfstand: Hab ich keine Möglichkeit dazu, aber wenn ich fahre und er sich dann verschluckt, kommt Rauch ausm Auspuff.

Ventilspiel ist in Ordnung, Schwimmerstand ebenso. Kalt wie warm läuft sie absolut gleich sch****e.

Mein Werkstatt Mensch des Vertrauens hat nun ein gesamtes, originales Yamaha Dichtungsset mit O-Ringen bestellt.

Vielleicht bringts das ja. Komisch ist das alles...
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BeitragVerfasst am: 29.08.16, 20:40 Antworten mit Zitat
Rolf
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Schwarzer Rauch?

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BeitragVerfasst am: 29.08.16, 20:45 Antworten mit Zitat
Don Pedro
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Zwei Dinge würden mir noch einfallen.
Ansaugstutzen beide heile ?
Verbindungsschlauch von Schwimmerkammer primär (links) zu sekundär(rechts) frei und heile ?

_________________
Gruß,
Peter


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BeitragVerfasst am: 30.08.16, 08:00 Antworten mit Zitat
Etti
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Zitat:
Mir ist aufgefallen, umso öfter ich den Vergaser auf und wieder zu gemacht habe, umso schlechter läuft sie.


Hmmm, hast Du mal mit prüfendem Auge gekuckt, dass da nicht irgendwo ein Riss im Gehäuse des Vergasers ist?

Ah, noch was: Wie sieht´s denn mit der Synchronisation der beiden Gasfabriken untereinander aus? Haste die mal angekuckt?

Die Verbindung zwischen den Vergasern müsste eigentlich passen, sonst bekäme der sekundäre Vergaser keinen Kraftstoff oberhalb der Ruckelarie.

Leerlauf OK? Anspringen tut´se auch?

4krpm sind genau im Übergang zwischen Leerlaufsystem und Nadeldüse. Ich behaupte jetzt, entweder hängt die Düsennadel falsch oder die beiden wurden vertauscht (ginge das überhaupt? - aber je mehr ich drüber nachdenk, das wäre echt plausibel. Falsche Düsennadel eingebaut... ).

Oder eben die Nadeldüse (wo die Düsennadel "reinsticht") is ausgelutscht. Das sieht man aber von oben schon: Wenn die auch nur optisch leichtestens "oval" ist, dann is das Ding im Eimer! Nadeldüsen (auch "Mischdüse" genannt) sind ein Verschleissteil.

Du hast die schon mal rausgeholt, oder? Geht nur nach unten, von oben rausschubsen nachdem die Hauptdüse aufgebaut wurde. Die haben in ihrem Körper (die Düsen sind 4-5 cm lang) einen Haufen feine Löcher (sogenannte "Bremsluftbohrungen": Da geht der Luftstrom von den kleinen Düsen eingangsseitig bei den äusseren Ansaugstutzen zum LuFi-Kasten hin zu dieser Düse: Die Luft "stört" den Ansaugvorgang vom Vergaser, dass nicht zu viel Kraftstoff in das Venturirohr gesogen wird. Das kann man ausnahmsweise mit Druckluft beheben - nachdem (!) die Nadeldüsen ausgebaut wurden. Jeder Vergaser hat seine eigene - die Arie muss man zweimal machen!

Häufig findet man da so lackartige Rückstände von eingetrocknetem Benzin. So lange da noch sowas drin rumgammelt ist natürlich alles witzlos. Ich ginge davon aus, dass das alles gemacht wurd und die Düsen alle rauskamen bevor der Versager in´s Bad geschmissen wurde. Aber was hat man nicht schon alles gesehen... Wäre mir nur nicht sicher, wenn die Düsen in dem Bad waren, ob die dann nicht sowieso Geschichte sind.. Anyway, Nadeldüse eben mal raus und kucken, ob die Bremsluftbohrungen durchlässig sind, der Aufwand ist jetzt auch nicht mehr so gross...

Noch was: Manchmal sieht man in den Schlitzen der Düsen für den Schraubenzieher (oder Sechskant) schon von weitem, "dass die wohl schoin mal aufgemacht wurden): Vermetzgerte Schraubenschlitze und Sechskante sind ein fürchterliches Indiz dafür, dass da schon mal jemand mit unbotmässiger Härte zu Werke gegangen ist - und mit unpassendem Werkzeug als auch noch viel mehr unpassendem Wissenstand!
Sowas ist ein Alarm für "alles raus und neu" was mit der Gemischbildung zusammenhängt! Oder sich zu Tode suchen - aus eigener Erfahrung: Scheiss auf die 150 Ocken für das Innenleben - danach weisst Du amtlich, was in dem Ding Sache ist und die Rätselei hat ein Ende.... Nicht notwendigerweise Dein Problem - aber auf jeden Fall ist dann niucht mehr der Gaser schuld Smile

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