Beiträge von Etti

    Läuft tatsächlich besser mit dem Schnorchelstück wieder dran.

    Dann biste mager unterwegs. Das ist jetzt nicht so gut. Zwar nicht dramatisch, wenn es nur im Teillast-bereich auftritt. Sollte es aber auch im Vollast-Bereich auftreten diesen dauerhaft meiden. Da wird die verbrennungstemperatur im Magerbetrieb so doch, das muss nicht gutgehen... Hitzeschäden braucht kein Mensch!

    Um an die Düsennadel des Sekundärvergasers ranzukommen kann der Vergaser drinbleiben. Sitzbank und Tank runter und dann kommste von oben eigentlich gut dran. 4 Schauben vom Deckel auf und den Schieber rausnehmen.

    Ich wusste es, das Wort "Top Case" führt sofort zu Reaktionen.... 8o8o8o

    I love it! Yes, die XT war auch lange mein Pendlerfahrzeug und noch länger mein Wintermopped. Und überhaupt ist ein "praktisches" Motorrad ohne Top Case zwar möglich, aber sinnlos!

    Schon einfachste Mitnahme von Gegenständen täglichen Bedarfs und seien es nur Klein-Einkäufe erfordern sonst rücklings getragene sackähnliche Taschen deren Auf- und Absetzen mit motorradlichem Ornat regelmässig physiotherapeutisches Personal im Nachgang erforfdert. Man wird ja nicht jünger. Am Lenker baumelnde Plastiktüten werden wiederum von der Rennleitung zurecht als ordnungswidrig eingestuft, was bleibt einem dann noch? Genau, ein Top Case! Deshalb hab ich eins! Basta!

    Wenn allles richtig eingestellt ist, kannste auch 120 fahren. Aber da fault einem doch irgendwann alles ab... wir erreichen das maximale Drehmoment erst bei 6.500 Umdrehungen. Bis dahin kannste immer dauerdrehen!

    Aussentemperatur ist wurscht, die Kühlung bei 120 funktioniert bestens.

    ABER: Den Ölstand alle ca. 150km Autobahnfahrt checken. Die Schätzchen sind ja nu nicht mehr neu und auch wenn man auf 1.000km einen Liter verbrutzeln darf, wenn nur 1,6l drin sind, wird das schiefgehen :) Öfter mal ein Schlückchen nachkippen aus der TopCase Pulle. Öl wird sie brauchen!

    Gibt´s da denn keine Bundesstrassen?

    Ich kann auch schon wieder etwas berichten. Ich habe einen Sack gebrauchtteile erworben, u.a. auch ne neue alte Zündspule. Habe beide durchgemessen, beide ca. 3 Ohm.
    Aber parallel habe ich noch was anderes gemacht. Ich habe den Luftfilterdeckel-Strömungs-Drossel rechteckigen Gummi Schnorchel wieder eingesetzt, einfach aus einer Intuition.


    Naja, und nun ? Sie läuft schon wieder eine Schippe besser. Jetzt weiss ich Depp nicht, ob es an der Zündspule oder dem Schnorchel liegt. =O


    Na, das is jetzt einfach: Ich würde vermuten, dass sie total scheisse läuft, wenn Du den LuFi-Deckel mit den 3 Schrauben einfach abschraubst und ´ne runde drehst (im bebauten Gelände evtl sinnig, dem doofsten Rennleitungs-Knecht fällt bei dem Ansauggeräusch auf, dass das so nicht original sein kann. :) ).

    Kann man auch unterwegs mal eben abschrauben und testen....

    Aber damit bekommt das Mopped deutlich mehr Luft und wenn sie in dem Mittelbereich zu fett liefe, würde es deutlich besser. Ich vermute aber, dass zu mager und daher müsste es schlechter werden.

    In dem bereich isses aber relativ einfach: Häng dann die Nadel im Sekundärvergaser (rechts) mal eine Kerbe HÖHER (also eine Kerbe weiter Richtung Spitze der Nadel): Deckel wieder druff, this might do the trick.

    Nebenbemerkung: Im Vergaserschieber mit der Membran ist unterhalb der Düsennadel eine Scheibe mit einem Positionierungshäkchen standardmässig vorhanden und eingebaut (ein elendigliches Gefriemel die immer wieder reinzupofeln wenn einem die unachtsamerweise mal rausgefallen ist). Erfahrungsgemäss fehlt die bei schon mal zerlegten Schiebern gerne mal. Wenn man die nicht berücksichtigt bzw. vergisst oder fehlt, hängt die Düsennadel bei korrekter Mittelnut aber eine Nut zu tief und damit im Mittelbereich zu mager!

    Gestern abend hatte ich mal das dringende Bedürfnis die Abdeckung vom Ritzel abzunehmen und in dem Zusammenhang mal gekuckt, ob die Billo-Bickup Spule denn physisch-augenscheinlich passt: Tut´se!

    Allerdings was ich gesehen hab: Muss zum Wechsel der Spule die LiMa komplett raus? Die 2 Kabel des Pickup Coils verschwinden nach hinten in´s Nirvana und da käme man nur hin, wenn man Polrad abzöge und die LiMa Grundplatte wegschraubt.

    Pfui Deibel - das hab ich gestern nicht gemacht. Aber das würde einen schnellen Wechsel unterwegs irgendwie ziemlich vereiteln....

    Weiss das jemand, der den Pickup Coil schon mal ersetzen musste?

    Aha, das gibt´s also auch. Bei mir hoppelt der Zeiger Im Drehzahlmesser mehr so lämmerschwanz-mässig.

    Stört jetzt nicht wirklich.

    Wenn der Zeiger hier eher verzögert reagiert, ist das vielleicht das Gegenteil dessen, was bei meinem Drehzahlmesser vorgeht. Was auch immer es sein mag.

    Öffnen würde ich den nicht - kuck lieber auf einschlägigen Portalen, ob Du für ´nen schmalen Taler einen auftreibst und DEN dann - im Falle unzufriedenstellender Funktion - mit Reparaturversuchen misshandelst.

    Die sind an sich nicht reparierbar und wenn, dann ist das eher Zufall und Glück. So lange der noch irgendwas anzeigt, was halbwegs mit der Realität zu tun hat, ist das doch OK?

    Laut Impex (jap. Teilehändler) gibt es die 30X.... in Japan noch, kostet 82,21€ + Versand + jap. Steuer + deutsche Einfuhrabgaben .

    Yes, das sind dann die 130 Euro, die Kedo auch dafür haben will. Dauert auch vermutlich ziemlich gleich lange, weil Kedo momentan 10-12 Wochen für den Umbau angibt... naja ich dachte mit bei 11 Euro kannste jetzt nicht viel falsch machen. Let´s see...

    Nachdem mich TTGeorg gebeten hat zu erklären, wie man misst, kann ich das aber ganz einfach erklären.

    Zündspule: Zündspule hat 2 Wicklungen - primär und sekundär. Zur Messung muss die Spule nicht notwendigerweise ausgebaut werden aber der Kerszenstecker muss definitiv runter. Praktisch alle Kerzenstecker haben einen Vorwiderstand von 5kOhm und der versaut das Ergebnis. Cross-Stecker gibt´s auch ohne Vorwiderstand - den kann man theoretisch dranlassen, aber wenn der einen weg hat, ersetzt man 50 Euro Zündspule obwohl der 5 Euro Kerzenstecker schuld war. Also ab damit!

    1. Die beiden Wicklungen dürfen keinen Kurzschluss haben: Messung zwischen Zündkabel und Eingang oranges Kabel (Plus von CDI) --> unendlich Ohm

    2. Primärspule: Messung zwischen orange Plus von CDI und Zündanker (Masse). Beim Anker aus geblättertem Dynamoblech am Besten im Schraubloch den Kontakt suchen. Aussen ist das Eisenblech oft so fies korrodiert, da leitet nix mehr. Da müssen im die 0,5, 0,6, 0,7 bis hin zu knapp 1 Ohm Widerstand sein)

    3. Sekundärspule: Messen zwischen Zündkabel und Schraubloch (siehe oben): Da müssen zwischen 4,5 bis 6,5 KILO Ohm (kOhm) zu messen sein. Wenn das wesentlich mehr wäre - also so ab 8 kOhm oder so) würde ich die ersetzen. Alles mit höheren Widerständen ist defintiv durch. Alles unter 3,5 kOhm auch. Fieserweise können sich Zündspulen-Sekundärwicklungen "ganz normal" benehmen, so lange sie Raumtemperatur haben und bei Erwärmung sind´se dann auf einmal "durch". Man kann mit einem vorsichtigen Erwärmen im Backofen auf MAXIMAL 70 Grad sowas simulieren. Dauert aber schon ´ne halbe Stunde und unbedingt die Spule abdecken oder ein ein Gefäss, dass sie keine direkte Strahlungshitze abkriegt. Dann mit Handschuhen nochmal messen, v.a. die Sekundärwicklung. Wenn da mehr als ein paar Öhme an Abweichung (bisschen höher ist immer wegen höherem Widerstand aufgrund höherer Temperatur) aufträten, wär´se auch durch!

    4. Pickup Coil und Source Coil: Von der CDI aufm LuFi-kasten geht ein 3-kabeliger Abgang weg. Schwarz, Braun und Weiss/rot: Zwischen weiss/rot und schwarz (Pickup-Coil) ca. 260 Ohm und zwischen schwarz/braun (Source Coil) 455 Ohm (? auswendig).

    Alle Widerstandsmessungen immer mindestens plus-minus 10-15%!

    Mit der Billigst-Baumarktzwiebel misst man tatsächlich meistens Mist. Mindestens die Amazonisten-Mittelklasse zum die 30-40 Euro sollte einem die Elektrik schon wert sein. Mehr braucht´s nicht mehr inzwischen.

    Mahlzeit meine Damen und Herren, Gute Morgen liebe Studenten,

    im Lichte der letztens überraschend aufgetretenen Zündspulenkalamität hab ich mich mal nach dem anderen Spulengeraffel umgesehen und mit Schrecken festgestellt, dass die Pickup Spule lästigerweise wohl auch mal kaputtgeht. Die gibt´s aber nicht mehr von Big Y und auch erstmal nicht als Ersatz aus Kedohausen.

    30X-85580-00-00 ist bei Yamaha wohl "end of service life" bei den Kradisten. Allerdings gibt´s bei Big Y ja immer den (nicht so heimlichen) Trick, mal bei der Aussenborder-Fraktion nachzukucken.

    Hab ich mal erzählt, dass meine Yamaha-Sozialisierung bereits im zarten Alter von 14 Jahren mit dem Kontakt mit Yamaha-Aussenbordmotoren 2-Takt begann? Von Stund an war ich verfallen und ein 40PS Aussenbord-Motor an einer Metzeler Gummiwurscht unter italienischer Sonne ermöglichte bis dahin völlig ungeahnte Optionen beim weiblichen Geschlecht..... ist das alles lange her....

    Anyway, die moderne Gleichteilpolitik erspart Entwicklungskosten und wenn was funktioniert, warum dann nicht woanders auch verwenden. So unterschiedlich sind jetzt Motorrad- und Aussenbordmotoren nicht und beiden haben einen recht hohen Anspruch auf Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit. Draussen am Meer ohne Motor wird recht schnell ungemütlich - ebenso in Schräglage oder im Gelände... Nun, Motorrad-Teile beginnen häufig mit "30X-" und Aussenborderteile mit "6AH". Versuch macht kluch!

    Man mache aus 30X einfach 6AH und aus 30X-85580-00-00 wird 6AH-85580-00-00 und siehe da, Google sagt, das gibt´s. Kostet 11 Euro und hat sogar die völlig identischen Kabelfarben: Kam nun gestern an und sieht so aus:

    Kabelfarbe wie im Schlymer beschrieben schwarz / weiss-rot. Elektrischer Widerstand 277 Ohm (Schlymer gibt´s max 260 Ohm an, aber das dürfte unter aktuelle Technik laufen) und der Schraubenabstand liegt bei ca. 35,5mm.

    Ich war gestern echt zu faul die Lima-Abdeckung runterzuschrauben ob das Ding ohne Anpassung passt. Elektrisch wär ich mir ziemlich sicher aber ob die Halterung auch 1:1 hinzuzangeln ist, weiss ich jetzt nicht mehr auswendig.

    Vielleicht hilft´s ja jemand. Zu bestellen mit einfacher Googelei nach "6AH-85580-00-00".

    Ich musste tatsächlich sowohl als auch tauschen. Kupplung schon 2x, Gaszüge 1x. Kupplung Lujise, Gas CMSNL bzw. Original

    Kupplung is ja ne Sache auf 5 Minuten, Gaszüge sind ätzend. Aber wenn hin, dann hin und dann Original bei den Gaszügen. Hält jetzt aber auch schon an die 20 Jahre.


    Keyster-Sätze: Die sind praktisch immer mit US Bedüsung. Ich hab mit dem ollen Original-Düsengeraffel allerschlechteste Erfahrungen gemacht. Klar kann man die Düsen auch versuchen bei Yamaha zu kaufen. Das meiste gibt´s auch noch aber bei den Preisen nähert man sich schnell dem wirtschaftlichen Totalschaden. Aber z.B. Mischdüsen (wo die Schiebernadel reinpopelt) gibt´s nicht mehr von Y.

    Ich hab den Keyster KY-0720N verbaut und kann aufgrund von zwischenzeitlich erfolgreich diagnostizierten Zündungskalamitäten erst nächste WOche sagen, wie sich der Satz macht. Ich werde berichten. Aber ein "brauchbares" Ergebnis mit Altzeug + Keyster hat man noch allemal irgendwie hingezangelt.

    Einen Hinweis noch - weil´in 10 Minuten erledigt ist: Zündspule durchmessen rentiert sich immer, wie ich schmerzhaft erfahren durfte. Primärspule knapp 1 Ohm, Sekundär zwischen 5-7kOhm und alles ist gut. Aber eine angemorschte Zündspule unserer Baujahre kann sich wie ein überholungsbedürftiger Vergaser äussern.....

    Boah, richtig: 40 jahre! Ist doch feiernswert! meine hat Tag der EZ 11.03.1985 - wer bietet weniger?

    Alles original - bis auf Auspuff, Vergaserinnereien und seit gestern (anderer Thread) Zündspule :)

    120 Grad Sumpftemperatur sind völlig normal. Das macht mal grade gar nix! Im Gegenteil, erst bei solchen Temperaturen dampft das Wasser und Benzinrückstände wieder aus dem Öl raus.

    Mein "moderner" Golf 8 200PS Diesel geht bei Vollast auf der Autobahn bis knapp 130 Grad hoch. Und das bei einem 30.000km Wechselintervall. (Ob das dauerhaft gut ist, sei dahingestellt, also die 30tkm Wechselintervall aber is ´ne Firmen-Leasingkarre und 120.000km machen die das immer mit.)

    Bei der XT war mein "Rekord" 148 Grad Sumpftemperatur im Winter ´ne Langlaufloipe hoch (dann konnten auch drei-beinige Skifahrer für alles eine Spur finden :-). Jaja, lange her, macht man ja nicht mehr... oder doch?)

    Die 148 mit nem Dicketalthermometer in der Ölablasschraube gemessen - mithin ziemlich präzise. Da zischt der Schnee am Gehäuse wie auf ´ner heissen Herdplatte. Mit gutem Öl kein Problem!

    Was ist gutes Öl?

    Ernsthaft, bei unseren Motoren alles jenseits billigster Baumarktplörre. Die Sumpftemperatur is ja mal das eine, aber die Temperatur an den tatsächlichen Schmierstellen gerade zwischen Kolgen und Zylinder noch mal ganz was anderes. Da wird die Suppe mal schnell an die 200 Grad warm und kann das auch ab. Wir haben ´ne Literleistung um 75PS. Vergleicht das mal mit einem modernen Supersportler mit 200PS pro Liter Hubraum. Da ist bei Vollast aber nochmal ganz was anderes los. Was da hält, hält in unseren Motoren aber lockerst. Selbst die Supersportler haben 10.000km Wechselintervall - und mehr zum Teil.

    Wer nun wirklich was Gutes tun will, kippe einfach voll(!)synthetische Schlempe in die Karre. Vollsynthetisch = Poly-Alfaolefin basierter Schmierstoff (und nicht "synthetisch", was Hydrocrack-Dinosaft ist. PAO hält an die 250 Grad aus ohne Verkoken, da werden die Kolben in unseren Kisten aber schön langsam ziemlich weich :)

    Mein Preis-Leistungsfavorit (und nein, ich kenne die Truppe weder noch hab ich was davon) ist der 20l Kanister "megol Moto­re­noel Super Leicht­lauf DRIVER SAE 0W-40". Hat zwar keine JASO MA2 Freigabe, trotzdem rutscht die Kupplung nicht. Ist ein PAO basiertes Öl und tut in Privat-Automobil, Moppeds, Rasenmäher und sonstigem Gerät genau das, was es tun soll!

    Wer sich da mal weiterbilden will zum Thema Öl und Qualitäten: Die Jungs sind die final Durchgeknallten: https://oil-club.de/ Runterscrollen zu den Laboranalysen (und dann die Diskussionen der spektrographischen Kurven der Analyse. Das trennt die Spreu aber sowas vom Weizen....).

    MIr is immer gerade bei der XT wichtig, dass beim Kaltstart eine schnelle Durchölung passiert. Deshalb stand ich schon immer auf 0W oder 5W bis max. 10W. Ob im Heisszustand 40, 50 oder 60 is bei uns ziemlich wurscht. Nur 50 und 60 braucht kein Mensch ausser beim Ferrari (und die könnten einfach mal lernen haltbare Motoren zu bauen ohne da Dicköl reinkippen zu müssen :) )

    Wir haben ja Technik aus den Siebzigern und unsere Motoren brauchen mal locker 15-20km, bis die wirklich warm sind. DAS ist der Bereich, in dem der Verschleiss passiert. Wenn der Schlunz mal warm ist, passiert da verschleissmässig nix mehr. Deshalb hab ich 52tkm auf der Uhr und immer noch den Originalkolben :)

    Deshalb immer lieber einmal öfter wechseln (Ölfilter haben wir nun eben nicht) und checken, dass genug drin ist. Der Rest is sekundär. Aber alle paar tausend KM 1,5 Liter Öl machen die Rechnung nicht fett :)

    Bis gestern Abend hätte ich das alles unterschrieben... und dann kam gestern Abend.

    Vielleicht vorweg. Die XT350 hat die letzten beiden Jahre eher ein Schattendasein geführt, weil ich mit ja ´ne neue Tracer 9 gekauft hatte und mehr Lust auf Strasse als Gelände.

    Aber die Lust am kleinen wuseligen Mopped lässt sich nicht dauerhaft unterdrücken und schon über´n Winter hatte ich mir einen 2. Vergaser "restauriert" mit dem "Keyster alles Kit" - sogar beiden Mischdüsen und kleinem Gas-Weg-Diaphragma. Die Restauration auch nur deshalb, weil mir eben ein wirklich geringfügigst schlechteres Anspringen und ein gaaaanz leicht holperigerer Leerlauf aufgefallen war über Monate, was mich aber irgendwie latent annervte.

    Alles penibelst am Ersatzvergaser eingestellt (Benzinstand, Synchronisation, Chokeplömpel, neue Membran,....) und letzte Woche des Abends mal eingebaut.

    Beim Ausbau des alten Vergasers gleich mal einen Stutzen abgerissen. Glücklicherweise hatte ich noch wohlweislich erworbenen frischen Ersatz aus KEDOhausen und nach ausgiebigen Beklopfen meiner eigenen Schulter ob meiner unendlichen Weitsicht die neuen Stutzen eingebaut.

    Vergaser druff, Tank rinn und raus aus der Werkstatt - Kickprobe!

    Was soll ich sagen: Sprang beim ersten (!) Kick an. Leerlauf da, Rest völlig scheisse. Also wirklich unfahrbar Scheisse.

    Aufziehen - aus. Langsamstes Aufziehen, gerade noch am Leben. Ab 5.000 dreht wie Hölle. Bis dahin ein einziges Drama.

    Was denkt man da? Sekundärvergaser (Gleichdruck) irgendwas faul. Also alles nochmal raus, checken.

    Passt aber allesl. Nochmal Synchronisation gecheckt - OK. Benzinfluss bestens. Alles wieder rein.


    Und lief genaus Scheisse.

    Das gibt´s doch nicht! Mach ich doch alles nicht zum ersten Mal!

    Inzwischen haben sich Nachbarn beschwert, war ja schon halb 10, weil ich imer noch dauer-kickend oder drehzahl-spielend im Garten eine halbwegs brauchbare Vergasereinstellung aus Leerlauf-Anschlag und Gemischschraube zu finden versucht hatte. Erfolglos.


    OK, morgen ist auch noch ein Abend....

    Nächster Abend, selbes Spiel. Nochmal alles raus, Zündkerze gecheckt, Benzinzufuhr,... alles gut. Läuft scheisse! Springt sofort an, geht aber bei nicht vorsichtigster Behandlung des Gasgriffs wieder aus. Patscht auch beim Abdrehen in den Auspuff (nicht in den LuFi!),

    OK, neuen Vergaser wieder raus, und den alten wieder rein. MIT DEM SIE LIEF!

    Reingebaut, angekickt - läuft scheisse! WHAT? Exakt da gleiche Fehlerbild. Leerlauf mit Spielen am Gasgriff, Mitte bis um die 5krpm völlig holprig, ab 5k rennt´se wie Sau! Gottsverfluchtesvergasergezuppelscheissdrecksteil.... die Flüche wurden mittlerweise recht kreativ.


    Wider besseres Gewissen Probefahrt gemacht. Rauf auf die Bundesstrasse, zieht - wenn man sie mal über 5000 bekam, sauber bis 100 hoch (schneller wollte ich nicht weil Strasse nass uns eher geländeorientierte Reifen). Keine Klage, runter von der Bundesstrasse und das Gehoppel geht wieder los.

    4km, dann ging´se aus. Und sprang wieder an. Und ging wieder aus. Naja, so hab ich mich, schiebend, fluchend und über Feldwege zurückgewurstelt.

    Wieso geht der Vergaser, mit dem sie 130 rannte und viellliecht einen wirklich nur den technisch-anal-retentiven Fahrer dazu bringen könnte, leichte Einstellungen am Leerlauf vorzunehmen auf einmal gar nicht mehr! Woran denkt man? Luftfilter! Kerzenstecker!

    Gut, LuFi war jetzt 3 Jahre drin, sah leicht angegammelt aus. Flugs in Kedohausen einen neuen Twin-Air (Unifilter gibt´s ja so schwer) und einen neuen Kerzenstecker geordert. Kam vorgestern an, eingebaut und ewas soll ich sagen: Läuft genauso scheisse. Kein Unterschied.

    Ich schmeiss das Ding in den Schrott. Ich kauf ne neue KTM! Das Ding kann mich mal... vorgestern Abend in´s Bett gegangen mit dem festen Vorsatz next stop Schrottpresse!

    Gestern Abend rauchend-sinnierend vor dem Delinquenten gesessen und meditierend überlegt, wie es denn dazu kommen kann, dass da selbst "rückgebaut" auf den alten, wissend gut gehenden Vergaser auf einmal nix mehr geht?


    Was macht man, wenn man nicht mehr weiterweiss? Unter Sozialpädagogen bildet man einen Stuhlkreis, Mechaniker fangen an zu messen.

    Was wäre denn, wenn die Zündspule einen weg hat?

    Multimeter raus, Primärspule 1kOhm, Sekundärspule unendlich Ohm. WHAT? Wie gibt´s´n sowas?

    Aus der Kiste von Teilen, die man mal kauft und hoffentlich nie braucht eine Zündspule rausgekramt, exakt gleicher Typ, gemessen: Primärspule um die 1000 Ohm, Sekundär 6kOhm. Hört sich besser an. Was sagnt´n der Schlymer zu dem Thema? 500 Ohm Primär, zwischen 5 und 6,5kOhm sekundär.

    Ahaaaa, the plot thickens!

    Die Kistenzündspule egenfalls völlig unklarer Genese und Baujahr kurz ein Zündkabel hingefriemelt und den Originalstecker von der CDI von der Originalspule angelötet. Rinn in die gute Stube, ein Kick - und was soll ich sagen: Es hatte Leerlauf! Und auch wieder alles andere,

    What the fuck?

    Da fiel mir wieder was ein. Ein paar hundert Kilometer vorher (was aber ziemlich 3 Jahre sein dürften) ging´se mir mal einfach aus beim Fahren. Einfach so, ohne Ansage, bei 50 in der Ortschaft. Ausgerollt, wieder angetreten. Lief. Nie wieder was gewesen.

    Hab mir gedacht, war wohl ein Flumsel im Vergaser, hat´s rausgezogen, alles gut. Keine sonstigen irgendwelchen Auffälligkeiten.

    Da hat´s vermutlich die Zündspule gehimmelt!

    ABer nur so, dass die Sekundärwindung nur etwas unterbrochen war. Für´s Multimeter war´s unendlich, aber für 20kV Zündstrom nur eine leichte Herausforderung. In der Tat war später (Ich hatte das damals nicht damit in Verbindung gebracht) ein ruhigerer Leerlauf und ein besseres Anspringen bemerkbar. Aber keinerlei Leistungs-oder Höchstgeschwindigkeitsverlust.

    Naja, und in den letzten 12 oder 14 Monaten, in denen ich sie nicht gefahren hab, wurde der Unterbruch in der Sekundärspule halt so gross, dass eben diese seltsamen Betriebsverhaltensweisen aufgetreten sind. Die alle 100%ig auf den Vergaser gedeutet hatten. Sie sich exakt so gezeigt hatten symptomatisch, wie sich ein Vergaser benimmt, wenn er falsch eingestellt oder mit falschen Teilen oder falsch zusammengebaut wurde.

    War aber die fucking Zündspule!

    Deshalb: Wenn man sich´s mal gar nicht erklären kann, einfach mal eben die Zündspule durchmessen. Die werden jetzt auch langsam alle an die 40 Jahre alt und werden dabei nicht besser. In Kedohausen hab ich gestern die letzte bestellt :) weil die gestern abend testweise zusammengefriemelte Uraltspule bleibt da nicht drin :)

    Sorry, wurde jetzt etwas lang aber sowas hatte ich auch noch nicht.

    BT 45/46 klebt zwar auf der Strasse, sieht aber völlig panne auf der XT aus. Zudem ich immer glaube, für die niedrigen Drücke und kleinen Gewichte sind die nicht wirklich optimiert.

    Vorne is ja unproblematisch - 90/90-21 gibt´s alles, z.B. A41F vom Brückenstein, Conti Trail Attack oder Pirelli Scorpion Rally/Trail.

    Da wirste mit keinem von denen unglücklich.

    Hinten is schwieriger.... (wie meistens...): Anakee Street Rear oder MT90 von Pirelli. Alternativ die Heidenaus.

    Ich fahr inzwischen vorne K60 Scout (1,6bar) und hinten Anakee Wild (1,9 bar). Das geht auf der Strasse erstaunlich gut. Also ich bin regelmässig überrascht, wie gut das geht. Und wenn dann mal ein Feldweg kommt..... aber dann :)

    Kuck doch erst mal ob zu fett oder zu mager: Deckel vom LuFi-Gehäuse (Airbox) runter und fahren: Fährt´s besser, war zu fett, fährt´s schlechter, isses zu mager!

    Danach mit einer (möglichst) originalen Nadel einregeln.

    Die Vergasernadel muss 5 Kerben haben. Auswendig (!!!) hat´se diese 5 Kerben auch im Keyster Satz. Die originale Düssennadel ist im Primärvergaser übrigens deutlich länger als die des Sekundärvergasers. Im Keyster Satz sind sie annähernd gleich lang.

    Die Nadeln sind der mit Abstand am präzisesten zu fertigende Teil an dem ganzen Mopped. Nix, aber auch wirklich nix, muss so genau passen wie die lausige Düsennadel(n). Eine Düsennadel unklarer Genese ist regulatorisch ein Alptraum, das wird nix.

    Für eine unpassende Düsennadel spricht, dass die Kalamitäten bei 4krpm auftreten. Normalerweise hat man eher im Bereich zwischen 5,5 - 6,5 krpm oder dann jenseits der 7 Trouble. Mithin bei Vollgas.

    Deshalb wäre ich mir relativ sicher, dass die Nadel nicht passen kann, weil der Bereich um 4krpm grade der ist, in dem der Übergang von Leerlaufsystem als bestimmende Grösse auf Nadel (Teillast) als bestimmende Grösse passiert.

    Bei Vollgas is die Düsennadel völlig wurscht, da regelt ausschliesslich Nadeldüse, Hauptdüse und Schwimmerkammerstand die Zufuhr von Kraftstoff.

    Urgs... hab ich ja noch nie gesehen!

    Aber: Man invenstiert reichlich Geld um die Front eines Motorrads so leicht als möglich zu machen.

    Ein Gepäckträger auf der Vorderradgabel erscheint mir im höchsten Masse kontraproduktiv! Gerade mit langem Hebel off-roads (weit vom Gabeldrehbpunkt entfernt!) erscheint mir das als beste Möglichkeit mit der physischen Beschaffenheit des Bodens beste Bekanntschaft zu machen :)

    Freunde - der Frontscheinwerfer wird mit WECHSELSTROM versorgt. Der Strom hat nie eine Batterie gesehen, weil die kann nur Gleichstrom!

    Separate Spule im Lichtmaschinengedöns und die geht auch NICHT über einen Regler.

    Wechselstrom-LiMas sind selbstregelnd! Die (ohm´sche!) Last der Schweinwerferbirne(n) regelt die Spannung runter (hinten nämlich auch noch eine!).

    Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn´s bei Wechselstrom-LiMas Birnen durchfetzt, ist irgendwo ein Wackelkontakt.

    Durch den Wegfall der Last steigt die Spannung massiv an (locker bis auf 60 oder 70V), bei WIederschluss der Verbindung liegen kurz so hohe Spannungen am Verbraucher (der Birne) an, dass es die nach ein paar tausend Unterbrechungen durchknödelt.

    Check den Kabelbaum, irgendwo ist da ein Wackler drin (z.B. Fassung der Birne(n)!) und Stecker): Beseitigen und jut isset.

    Ob da eine Blei-Gel, Blei AGM oder LiFePo Batterie verbaut ist, ist unerheblich

    Also die blauen Anlaufspuren auf dem Kolbenbolzen sind relativ eindeutig: Der Kolbenbolzen wurde vom Pleuel "eingeklemmt".

    Die Spuren am Kolben wiederum sind genau im rechten Winkel zum Kolbenbolzen.

    Wenn der Kolbenbolzen den Kolben klemmt und der Kolben die Segmentbewegung nicht mehr frei mitmachen kann, bekommt der Kolben Seitendruck und GENAU ganz oben im OT reisst dann der Schmierfilm (der da eh am allerdünnsten ist): Die Kolbenkrone ist der wärmemässig am höchsten belastete Teil des Kolbens. Bei jenseits der 250 Grad reicht schon ganz wenig, dass der Schmierfilm nicht mehr mitspielt und dann gibt´s die fiesen Reiber und irgendwann frisst er.

    Erster Check muss unbedingt sein, dass der Kolbenbolzen saugend durch´s obere Pleuelauge UND DEN KOLBEN geht. OHNE Erwärmung des Kolbens und/oder des Pleuels. Wer die vorgeblich grösste deutsche Motorradpostille liest, konnte in der vorletzten Ausgabe die Diskussion der Kolbenbolzenbohrung bei der BMW S1000RR lesen und die Kunstgriffe, die da getan wurden mit Ovalisierung der Bolzenbohrung zur Vermeidung von Ermüdungsbrüchen. Nix anderes machen wir hier auch - nur dass hier v.a. erstmal die Ausdehnung des Alus des Kolbens berücksichtigt werden muss.

    Deshalb auch der dringende Rat zum Originalkolben! Auf dessen Ausdehnung ist der ganze Motor konstruiert worden mit seinen Toleranzmassen.

    Ein "Fremdkolben" kann sich hier tragisch anders verhalten!


    Bzgl. der Bohrungen in der Kurbelwelle und Pleuel: Da hat sich Yamaha was bei gedacht. Was? I have no idea, zwingend notwendig ist das wahrscheinlich nicht wenn man gutes Öl einfüllt, alle Tankungen kontrolliert und regelmässige Wechselintervalle einhält. Aber eine Bohrung kostet Geld und wenn man´s nicht bräuchte, hätten sie´s nicht gemacht.

    NIcht vergessen aber - deshalb das "wahrscheinlich" oben: Die Kurbelwelle dreht sich ja und aus dem unteren Pleuelauge schleudert das Öl sowieso permanent in alle Richtungen. Deshalb kann die Bohrung im Pleuel datsächlich redundant sein - was erklären würde, dass sie mal vorhanden ist und mal nicht.

    Wir haben nur 1,3l im Motor und eigentlich fast alle Motorschäden haben sich in der Vergangenheit mit Ölmangel erklären lassen.

    Öl in der XT350 heisst VOLL! Nicht "halbvoll" oder "knapp über Minimum"! VOLL! Und ein Millimeter oder 2 (ABER NICHT MEHR!) drüber haben bei mir noch nie geschadet - aber ich hatte im Gelände schon echte 150 Grad Sumpftemperatur und der Motor hat´s klaglos ertragen.

    Keep in mind: Kühlung des Öls ausschliesslich über den Zylinderkopf. Wir haben ja einen Motorschutz unter der Ölwanne UND nicht wirklich irgendwelche Kühlrippen oder Vergleichbares unten am Motor. Nur über´n Kopf wird das Öl gekühlt und die Lufthutzen haben da ihren Zweck. Die würde ich niemals weglassen, wenn der Motor auch abseits im Gelände betrieben werden soll!

    Dieser im Vergleich riesige Zylinderkopf ist schlicht dem Umstand geschuldet, dass die Wärme irgendwohin muss - und "untenrum" gab´s keinen Platz, ein Ölkühler mit temperaturabhängigem Durchfluss war zu teuer, macht man halt den Kopf so gross, dass er als Ölkühler fungiert.

    Ein zusätzlicher Ölkühler ist m.E. aber keine gute Idee. Dann wird der Motor gar nicht mehr warm, braucht eh schon ewig und mindestens 15km bist das Öl mal 80 Grad hat...