Beiträge von Rentnerblitz

    Kurze Anmerkung dazu:

    • Meine Suchen auf dt. Plattfomen führen zu Preisen zwischen etwa 100,- bis 200,- Euro für einen gebrauchten DZM.
    • Auf Plattformen im Fernen Osten gibt es ab 30,- USD (inkl. Versand) zumindest optisch ähnliche Komplettinstrumente (Tacho/DZM).

    In beiden Fällen besteht das Risiko, dass da etwas nicht wie vorgesehen funktioniert.

    ==

    "hoppelnde Anzeige": Die Welle ist ok, oder kommt das Eiern von dort?

    Nachtrag: Ich würde per Dremel den aus dieser Sicht dachförmigen Bereich ausschneiden, dann die beiden Schrauben entfernen. Dann sollte das Innenleben soweit offen liegen, dass Reinigung und Schmierung möglich sein können.

    Falls das so klappt, wäre das Schließen sicher gut möglich. Optik spielt an dieser Stelle ja keine Rolle.

    Was meint ihr?

    Moin Willi, meine Vermutung: Nach 40 Jahren sind im Anzeigeinstrument Verharzungen entstanden. Vor allem bei Fahrzeugen, die länger nicht bewegt wurden.

    • Holzhammermethode: Welle mit Bohrmaschine betätigen (Drehrichtung beachten). Mit etwas Glück, wird alles wieder "geschmeidig".
    • Fachmännische Methode: Öffnen, reinigen und mit passendem Öl/Ölen neu schmieren. Es gibt da Uhrenöle oder auch PTFE-Schmierstoffe.

    Zu dem letzten Punkt fehlt mir die eigene praktische Erfahrung. Ich sehe zwar unten am Gehäuse des Instruments zwei Schrauben, kann aber nicht sagen, ob sich so auch das gesamte Gehäuse öffnen läßt.

    Vielleicht bist/wirst Du der erste, der das macht! Ggf. bitte an Bilder für die Nachwelt denken!

    In jedem Fall wünsche ich Dir viel Erfolg!

    Saludos Jochen

    Hallo Etti,

    was soll ich sagen? Reinste XT-Lyrik, gratuliere!

    Dein Bericht zeigt wieder einmal, wie vielfältig die Fehlerursachen sein können. Übrigens habe ich auch auf meinem Leidensweg PickUp-Spule, Zündspule und Ladespule gemessen. Im Zuge dessen habe ich dann auch die Zündspule quergetauscht. Bei mir jeweils ohne Befund/Verbesserung.

    Was kann man aus alldem lernen?

    Meine Erkenntnisse:

    • Wenn es größere und auch kleinere Auffälligkeiten bei der Leistungsentfaltung gibt, sind es meist mehr als nur kleinere "Einstellungsfehler".
    • Es liegt dann zeimlich sicher ein fehlerhaftes oder falsch eingebautes Bauteil vor (Benzinversorgung, Vergaser, Zündung, Kabelage)
    • Eine Fehlersuche bzw. Lösungsfindung geht dann am schnellsten (vielleicht auch nur) durch den Quertausch.

    Damit für mich klar: Man sollte die von Etti genannten Teile einbaubereit in der Garage haben...

    Kurz zum LuFi: Hier weiche ich mittlerweile auf "Meterware" (Luftfiltermatte) aus. Die gibt es in unterschiedlicher Stärke (z.B. 5-10mm) und Dichte (z.B. 60-80 ppi).

    Wie auch immer: Danke für Deinen Bericht und nun viel "Freude am Fahren"!

    Saludos Jochen

    Kurzer Nachtrag: Ich habe eben einmal probiert, wie sich ein funktionierender Choke bemerkbar macht.

    • Beim Beschleunigen und bei der Konstantfahrt konnte ich (bei warmem Motor) keine Choke-Wirkung feststellen.
    • Nur im Schiebebetrieb nahm ich eine sehr kurze (deutliche weniger als 1 sec) Beschleunigung beim Ziehen des Chokes wahr.

    Das ist insofern nachvollziehbar, da ja das Volumen in der Schwimmerkammer für den Choke zum einen sehr gering ist, und zum anderen der Zufluß von Benzin in diese Kammer durch die Düse begrenzt ist. Das heißt es dauert eine Zeit, bis diese Choke-Kammer wieder gefüllt ist.

    Damit ist für mich nun auch klar, was passiert, wenn die mittlerweile bekannte Dichtung dort defekt ist, oder fehlerhaft durch einen O-Ring ersetzt wurde:

    1. Entweder läuft (zuviel) Benzin unkontrolliert von oben in die Kammer nach, oder
    2. es wird bei geöffnetem Choke (zuviel) Luft statt Benzin angesaugt.

    Wenn nun der Choke nicht mehr dicht schließt, wird dem Gesamtgemisch so fallweise zuviel Benzin oder zuviel Luft zugeführt, Zudem kann es den Zustand geben, dass die "zufällig" entstehende zusätzliche Gemischmenge "passt".

    Das insgesamt entstehende Gemisch ist damit fallweise zu fett, zu mager oder genau richtig.

    Insgesamt erklärt sich für mich damit, warum (zumindest in meinem Fall) die Fehlersuche inklusive zahlreicher Maßnahmen zur vermeintlichen Fehlerbehebung so lange zu keinem Ergebnis geführt hat: Es waren zwei Fehler:

    1. Defekte Dichtung der Schwimmerkammer des Chokes
    2. Nicht schließender Choke.

    Nur beide Fehler zusammen sorgten aus meiner Sicht für das sehr variable Fehlerbild, dass mit keiner meiner anderen Maßnahmen behebbar war.

    Ist das so für euch auch nachvollziehbar? Habt ihr noch andere Lösungs-/Erklärungsansätze?

    Mutter Damit musst Du wohl doch noch den China-Choke (s.o.) ordern...

    Es bleibt spannend!

    Saludos Jochen

    Hi Etti, alles richtig!

    Leider gibt es den Michelin Sirac in 110/80-18 derzeit nicht (mehr?), der war für mich perfekt.

    • In D fahre ich daher den BT46, es gibt hier bei uns kaum/keine legal befahrbaren Feld-/Waldwege.
    • In ES fahre ich abwechselnd Anakee Wild bzw. TKC80, der TKC80 ist halt wie ein Winterreifen auf dem Auto...

    Und wie Du sagst, man kann mit beiden übergangslos Straße/Offroad fahren. Ich fahre Offroad dann mit etwa 1,45/1,65bar (bei etwa 20C), was auf der Straße gerade noch geht. Warm sind es dann eh etwa 1,6/1,85bar.

    Saludos Jochen

    ok: Ich hatte mich darauf bezogen: "Ich kann also bequem niedertourig im Stadtverkehr fahren, aber im letzten Gang dann durchzubeschleunigen geht nicht wirklich. 2 Gänge runter und alles läuft wieder rund, auch bis Tempo 130." Da stand nichts von höheren Drehzahlen in unteren Gängen.

    (Aber probiere mal aus, was passiert, wenn Du z.B. im 3. Gang mit konstant 6.500/min fährst)

    ==

    Dann verfeinere ich meine Antwort entsprechend: Wenn der Choke nicht richtig schließt, wirkt sich die daraus enstehende übermäßige Gemischanreicherung beim Beschleunigen in den Gängen 1-3 nicht so deutlich aus, wie in den oberen Gängen.

    Warum könnte das so sein?

    Weil die Dauer der möglichen Überfettung in den niedrigen Gängen kürzer ist, als in den höheren Gängen, in denen die Beschleunigung langsamer vonstatten geht.

    Vorschläge:

    1. Teste Konstantfahrt im 3. Gang bei z.B. 6.500/min (am besten mit verschiedenen Lastzuständen, sprich Ebene/längere Auffahrt bzw. gegen die Bremse)
    2. Öffne/schließe Choke bei unterschiedlichen Drehzahlen/Beschleunigungszuständen
    3. Prüfe den Benzinverbrauch auf 100km; damit können wir erkennen ob die Kiste tatsächlich zu fett läuft (z.B. wenn der Verbrauch eher bei 5l/100km als bei etwa 4l/100km liegt).

    Bin mal gespannt, was da jeweils rauskommt!

    Schön, dass Du schon einen Schritt weiter bist. Offensichtlich sind noch ein paar Punkte nicht ganz ok (war bei mir auch ein längerer Weg..)

    Ich übersetze was Du beschreibst: 1. Bei niedrigen Drehzahlen und hoher Last läuft´s noch nicht, 2. bei höheren Drehzahlen und hoher Last dagegen schon.

    Das kann ein Hinweis darauf sein, dass bei 1. das Gemisch noch nicht stimmt. also zu fett/zu mager ist.

    Könnte es sein, dass der Choke immer noch nicht ganz schließt? Dann würde laufend eine Gemischanreicherung stattfinden. Wenn man dann annimmt, dass bei hohen Drehzahlen insgesamt wesentlich mehr Luft angesaugt wird, hat diese fehlerhafte Anreicherung in diesem Fall (2) eine kleinere Auswirkung, als bei kleinen Drehzahlen, (Fall 1).

    Dieser Effekt wirkt dann ähnlich wie eine zu frühe/zu späte Öffnung des Sekundärvergasers.

    Zur Überprüfung könntest Du versuchsweise den Choke bei verschiedenen Fahrzuständen ziehen. Wenn Du dann keine Unterschiede feststellst, könnte an dem nicht richtig schliessenden Choke liegen.

    Was meint ihr dazu?

    Kurz zum Thema 'Ölkühler': das habe ich auch mal überlegt. Mich dann doch dagegen entschieden. Meine Gründe:

    1. Wieder ein paar Dichtungen, die undicht werden können.

    2. Wieder ein paar Bauteile mehr, die versagen, abreißen bzw. beschädigt werden können.

    3. Bisher hatte ich trotz häufig sehr hohen Belastungen/Temperaturen keine Störungen erlebt.

    4. Kann man das mit entsprechendem Öl und entsprechenden Wechselintervallen gut beherrschen (s.o. und Stand heute...)

    Zu 3 : Hat einer von euch da andere Erfahrungen machen müssen?

    Also: Liqui Moly schreibt, dass Temperaturen über 120C dazu führen, dass sich dann verschiedene Additive "verabschieden " (meine Kurzversion dazu). LM empfiehlt daher bei entsprechenden Fahrzeugen, nach dem Fehler zu suchen (entfällt bei uns wohl...), und den Wechselintervall auf 15.000km oder 1 Jahr zu verkürzen.

    Wechselintervall bei mir sind etwa 1 Jahr bzw. etwa 6.000km. Entspricht bei mir etwa 120 Betriebsstunden. Bei 3 Wechseln also etwa 4l, plus etwa 0,6l für das Auffüllen. Das heißt, 5l in drei Jahren, damit ist auch 'besseres' Öl leistbar.

    Spaß am Rande: was ist der Unterschied zwischen billigem und teurem Öl?

    'Profitin' !!!

    (Habe ich von einem Profi eines deutschen Ölherstellers, dessen Name mir entfallen ist.)

    Warum ich dennoch 'besseres' Öl verwende? Weil ich glaube/hoffe, dass die Produktqualität über die Jahre konstant ist.

    Wie man sieht: Profitin wirkt...

    Saludos Jochen

    Hallo Jan, wieder mal ne interessante Frage.

    Hier mal meine Werte der letzten Jahre (ich schreibe das immer wieder mal auf) in Abhängigkeit von der Aussentemperatur:

    Außentemperatur (in °C)Motoröl (in °C)
    16130
    24116
    30123
    34139

    Ich habe noch sehr viel mehr Messwerte. Aber: Wie man sieht, hängt es wohl mehr vom Leistungseinsatz (bei mir: leichtes Gelände bis zügige Landstraße) als von der Außentemperatur ab. Ich messe immer mit einem Laserthermometer vorne zwischen Drehzalmesserwelle und Rahmen. Aus meiner Sicht sind rund 120C "irgendwie ok".

    Immer auf den Ölstand achten, wie haben nur etwa 1,4l Öl im Motor. Zum Öl selbst: Ich habe mal nachgeschaut, was Käfer/Porsche-Tuner so nehmen. So bin ich bei 20W50 und 10W60 gelandet. Ich haue dann noch 2% MoS2 rein, fertisch!

    Also: 130C sind aus meiner Sicht im Regelfall unbedenklich, bin trotzdem mal auf andere Meinungen gespannt.

    Saludos Jochen

    Das ist jetzt ein Deckel mit der Kennzeichnung "1" außen am Boden, der an einem Vergaser "01" montiert ist (spitzer Choke).

    Diesen Vergaser fahre ich derzeit, nachdem ihn gründlich geschallert, anschliessend alle Dichtungen/O-Ringe ersetzt, und nach Vorgabe eingestellt habe.

    Damit läuft die Kiste perfekt!

    Hallo zusammen, alles sehr interessant!

    Wie schon festgestellt, gibt es zumindest 2 Vergaservarianten:

    1. 55V 00: flacher Choke
    2. 55V 01: spitzer Choke.

    Zudem gibt es zumindest 2 Schwimmerkammervarianten:

    1. keine seitliche Düse für Choke-Schwimmerkammer (Kennzeichen "1" an Deckelunterseite)
    2. nur seitliche Düse für Choke-Schwimmerkammer (Kennzeichen "2" an Deckelunterseite)

    Und: beide Deckel finden sich (bei mir) ohne feste Zuordnung zur Vergaservariante, also "mal so, mal so".

    Spaß am Rande: Der Innenraum meiner Primärvergaser (00) sieht deutlich anders aus, als der von Arne hier gezeigte. Da wurde wohl mal die Gussform angepasst.

    Zum O-Ring: Ich habe eben einmal den nicht funktionierenden Vergaser zerlegt. Der dort von mir eingebaute O-Ring hat einen Schnurdurchmesser von 1,7mm, konnte also nicht dichten. Denn: Die Vertiefung im Vergaseroberteil ist (bei mir) 2,00mm tief. Schlussfolgerung: Der hier zu verwendende O-Ring muss also vor dem Zusammenbau mehr als 2,00mm haben.

    Die von mir intuitiv (besser: zufällig) gefundene Kombination besteht aus 1,7mm O-Ring und 0,8mm Kupferring, also "cool durch Zufall" (Song von Stoppok, mal reinhören).

    Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich den Kupferring in die Vergaservertiefung eingelegt.

    Gleich folgen noch Bilder dazu.

    Saludos Jochen